• 15 März, 2014
  • 1. Die Virenproblematik ist nur ein temporäres Phänomen und wird in ein paar Jahren verschwunden sein.
    Mit dieser Einschätzung aus dem Jahr 1988 lag der für seine exzentrischen Auftritte bekannte McAfee-Gründer John McAfee ziemlich daneben. Immer wieder aufkommende Meldungen von Virenattacken, Trojaner-Angriffen oder Abzocke durch Phishing-Mails zeigen, dass letztendlich die Sicherheitsbedrohungen für Daten heute noch komplexer geworden sind, als sie in den 80er-Jahren vorstellbar waren.

    2. Computerviren sind eine moderne Legende.
    Dieses Zitat von Peter Norton – Erfinder der Norton Utilities – ebenfalls aus dem Jahr 1988 zeigt, dass John McAfee mit seiner Einschätzung bezüglich der Bedrohung durch Computerviren nicht alleine falsch lag.

    3. Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.
    1943 wagte Thomas Watson, Chef von IBM, diese Prognose, mit der er bekanntlich total falsch lag. Allein in Deutschland setzt die Branche laut Bitkom in diesem Jahr rund 1,2 Millionen PCs ab.

    4. Das Internet ist nur ein Hype.
    Diese Aussage aus dem Jahr 1993 stammt von den sonst so visionären Bill Gates. Laut Statista betrug die Zahl der Internetnutzer im Juni 2012 bereits 2,4 Milliarden weltweit.

    5. Facebook ist doch nur ein Verzeichnis im Web.
    Das sagte Medienmogul Rupert Murdoch im Jahr 2008 über Facebook. Ob er dem sozialen Netzwerk wirklich keinen Erfolg zutraute, bleibt Spekulation. Fakt ist, dass – trotz kleiner Beliebtheitseinbußen im letzten Jahr – Facebook laut den ersten Quartalswerten 2013 mit 1,1 Milliarden Nutzern weltweit weiterhin das beliebteste soziale Netzwerk ist. Am 4. Februar 2014 feierte Facebook sein zehnjähriges Bestehen.

    6. Handy? Wird man sich nicht leisten können!
    Ausgerechnet der „Vater“ des Mobiltelefons Marty Cooper traute seiner Erfindung keine Markttauglichkeit zu. Er prognostizierte, dass es immer zu teuer sein würde und das Festnetz nicht ersetzen könnte.

    7. Aus dem iPad wird nichts, Netbooks sind die Zukunft.
    Mit dieser Prognose über das Produkt des Konkurrenten Apple lag Bill Gates 2010 ordentlich daneben. Denn die Zahlen der letzten Jahre beweisen das Gegenteil: Nach Angaben der Marktforscher von ABI Research wurden im 2. Quartal 2011 erstmals mehr Tablets als Netbooks verkauft. Gates scheint seinen Fehler selber erkannt zu haben. Schließlich gibt es Windows 8 auch für Tablets.

    8. Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus haben wollen würde.
    Mit seiner Prognose griff Ken Olsen, Gründer der Computerfirma Digital Equipment Corp., 1977 kräftig daneben. Kurz darauf startete der PC seinen Siegeszug. Und Digital Equipment wurde von dem Hardware-Hersteller Compaq aufgekauft.

    9. Mehr als 640 Kilobyte Arbeitsspeicher werden Sie niemals benötigen.
    Als die ersten PCs für den Heimgebrauch auf den Markt kamen, besaßen sie maximal 640 Kilobyte Speicher. Das reichte für das damals gebräuchliche Betriebssystem MS-DOS und die meisten Anwendungen locker aus. Doch die Prognose von Microsoft-Boss Bill Gates ist längst Makulatur. Der Arbeitsspeicher aktueller PCs ist schon mit vier Gigabyte etwa 6.500 Mal so groß.

    10. Es gibt einfach nicht so viele Videos, die ich angucken möchte.
    Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet Steve Chen, seines Zeichens Mitgründer von YouTube, sah zu Beginn seiner Karriere 2005 ziemlich pessimistisch in die Zukunft. Zu seinem Glück sollte er sich irren. Mittlerweile ist YouTube die Videoplattform Nummer 1 und erlöste beim Verkauf an Google die irre Summe von 1,65 Milliarden US-Dollar.

    11. Nächste Weihnachten wird der iPod tot, am Ende, weg, kaputt sein.
    Mit dieser Weissagung lag der britische Multimillionär Alan Sugar Anfang 2005 ziemlich weit daneben. Apple verkaufte seit Einführung des Musikspielers 2001 über 300 Millionen Geräte. Der iPod ist damit nicht nur der weltweit erfolgreichste Mediaplayer, er revolutionierte (in Kombination mit iTunes) die Art, wie wir Musik heute konsumieren und kaufen.

    12. Alles, was erfunden werden kann, wurde bereits erfunden.
    Charles Duell, Chef des US-amerikanischen Patentamts, wagte 1899 die Aussage. Zum Glück bewahrheitete sich seine Prognose nicht.

    13. Wer zum Teufel will denn Schauspieler sprechen hören?
    Mit „The Jazz Singer“ entstand 1927 der erste Tonfilm in Spielfilmlänge. Im selben Jahr wunderte sich Harry M. Warner, Direktor des Hollywood-Studios Warner Brothers, über den damals neumodischen Kram. Bis dato mussten die Schauspieler alles mit Mimik und Gesten ausdrücken. Die Umstellung vom Stumm- auf den Tonfilm wurde manchem Leinwandstar zum Verhängnis: Entweder konnte er sich an die neue Art des Schauspiels nicht gewöhnen oder die Stimme war einfach nicht filmreif.

    14. In zwei Jahren wird das Spam-Problem gelöst sein.
    2004 ließ sich Bill Gates zu dieser Äußerung verleiten, widerrief sie später aber wieder. Fest steht: Spam- und Phishing-Mails landen heute noch immer millionenfach in den elektronischen Postfächern. Zwar gibt es Spezial-Software, um die fiesen Mails abzuwehren, aus der Welt geschafft ist das Problem damit aber nicht.

    15. Computer der Zukunft wiegen nicht mehr als 1,5 Tonnen.
    Der Reporter der US-Zeitschrift „Popular Mechanics“ hat mit seiner Vorhersage zwar Recht, aber die Grenze hat er aus heutiger Sicht viel zu hoch angesetzt. Er konnte es sich sicher nicht vorstellen, dass es Tablet-PCs geben würde, die nur wenige Hundert Gramm wiegen