Für den Winamp-Player geht es doch weiter

  • 25 Januar, 2014
  • Nach 16 Jahren sollte der legendäre MP3-Player Winamp eingestellt werden. Doch nun kauft der Webradio-Dienst Radionomy die Software - und hat viele neue Funktionen im Köcher.

    Das MP3-Programm Winamp, das einst die Anfänge der digitalen Musik-Revolution mitprägte, wird doch nicht eingestellt. Der Internet-Konzern AOL verkauft die Musikplayer-Software an den Medien-Dienstleister Radionomy. Man wolle Winamp weiterentwickeln und mit neuen Funktionen unter anderem auf mobilen Geräten und in Autos verfügbar machen, kündigte Radionomy-Chef Alexandre Saboundjian an.

    Winamp wurde in einer ersten Version 1997 veröffentlicht und war eines der beliebtesten Programme, um MP3-Musikdateien abzuspielen. 1999 schlug der Online-Riese AOL zu und kaufte den Entwickler Nullsoft. Mit dem Vormarsch von Apples iTunes und anderer Dienste verlor Winamp stark an Bedeutung, im November kündigte AOL an, die Software werde eingestellt. Dazu kommt es jetzt doch nicht.

    Finanzielle Details des Geschäfts wurden am Dienstag nicht genannt. Nach Informationen des Technologie-Blogs "Techcrunch" ist der Deal zwischen fünf und zehn Millionen Dollar schwer, und AOL bekomme zwölf Prozent an Radionomy.

    rct, DPA